Reinhold Otto Mayer Preis

Die Preisträger*innen stehen fest

Die Preisträgerinnen für den neu geschaffenen und 2021 erstmals vergebenen Reinhold Otto Mayer Preis stehen fest: aus einer Vielzahl hochqualifizierter Bewerbungen wählte die Jury die Arbeit MELUSINE. Was machst du am Samstag?, eine hybride Monsteroper für Menschen ab 16 Jahren, der Komponistin Catalina Rueda und Librettistin Lisa Pottstock aus Hamburg aus. Unter den FinalistInnen befanden sich die Teams von Sara Glojnarić und Jasmin Schädler, Ole Hübner und Thomas Köck, Helga Pogatschar und Josef Bairlein sowie Lorenzo Romano, Dagrun Hintze und Ron Zimmering.

Zum ROM-Preis

Der mit 50 000 EUR dotierte Reinhold Otto Mayer Preis wird alle zwei Jahre für ein herausragendes Werk im Bereich der performativen Künste, insbesondere Musiktheater und Schauspiel vergeben. Ziel ist es laut Satzung der Stiftung, neue deutschsprachige Werke in diesen Bereichen zu fördern und zu initiieren. Die Reinhold Otto Mayer Stiftung arbeitet für jede Preisvergabe mit einem jeweils neuen Kooperationspartner zusammen, mit dem sie die Ausschreibung und Preisverleihung gestaltet und das Preisträgerstück zur Uraufführung bringt.

Für die erste Ausschreibung des Reinhold Otto Mayer Preises und die Preisverleihung 2021 kooperiert die Reinhold Otto Mayer Stiftung mit der Staatsoper Stuttgart. Das von der Reinhold Otto Mayer Stiftung prämierte Musiktheaterwerk wird in der Jungen Oper im Nord // JOiN der Staatsoper Stuttgart in der Saison 2021/22 zur Uraufführung kommen.

Thematisch soll sich das Uraufführungswerk bei dieser Ausschreibung mit dem Melusinen-Mythos beschäftigen, der spätestens seit dem Mittelalter in verschiedenen europäischen Kulturen und in unterschiedlichen Versionen und Formen aufgetaucht ist. Auch in außereuropäischen Mythen finden sich dem Melusinen-Mythos verwandte Geschichten. Wie der Stoff in den Werken bearbeitet wird und auf welche Aspekte oder Motive des Mythos sie sich beziehen, ist freigestellt.

Jury

Prof. Sebastian Baumgarten, Leiter des Studiengangs Regie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding

Dorothea Hartmann, Stellvertretende Chefdramaturgin der Deutschen Oper Berlin sowie Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Tischlerei

Matthias Klink, Kammersänger Staatsoper Stuttgart

Christine Lemke-Matwey, Stellv. Ressortleiterin Feuilleton, DIE ZEIT

Dr. Regula Rapp, Rektorin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Prof. Dr. Matthias Rebstock, Institutsleiter Szenische Musik, Universität Hildesheim

Elena Tzavara, Künstlerische Leiterin des JOiN

Teilnahmebedingungen

• Teilnahmeberechtigt sind allein oder im Team arbeitende Komponist*innen und Librettist*innen (ohne Altersbeschränkung), d.h. natürliche Personen, die ihren Wohnsitz in Europa haben.

• Jede(r) Teilnehmer*in bzw. jedes Team darf nur einen Vorschlag für ein Uraufführungswerk für den Wettbewerb einreichen.

• Das Werk richtet sich an (junge) Erwachsene ab 16 Jahren.

• Das Werk soll für max. 3 Sänger*innen und 6 Musiker*innen (klassisches Orchester-Instrumentarium) und max. 1 Musiker*in (nicht-klassisches Instrumentarium) geschrieben sein.

• Die Komposition soll nach der Uraufführung von den Preisträger*innen auch für eine größere Orchesterfassung eingerichtet werden.

• Das Werk muss in deutscher Sprache geschrieben und darf weder ganz, noch in Teilen aufgeführt, veröffentlicht oder bei anderen Wettbewerben eingereicht worden sein.

• Das Preisgeld wird indirekt und auf der Grundlage und unter den Voraussetzungen des Abschlusses und der ordnungsgemäßen Erfüllung von zwei Werkaufträgen über die Junge Oper Stuttgart gewährt, und zwar für die Komposition über einen Werkauftrag im Gegenwert von insgesamt 40 000 EUR sowie für das Libretto über einen Werkauftrag mit insgesamt 10 000 EUR. Das Preisgeld wird als Werkvergütung in drei Raten unter Berücksichtigung der Bedingungen von Werkaufträgen gewährt. Die Werkverträge werden mit der Staatsoper Stuttgart abgeschlossen. Bei den Preisgeldern handelt es sich um Bruttobeträge.

• Die Aufführungsrechte stehen für zwei Jahre nach der Uraufführung exklusiv der Staatsoper Stuttgart zur Verfügung.

• Die Dauer des Werkes soll 60 Minuten nicht überschreiten.

• Die künstlerische Umsetzung des Werkes auf der Bühne bleibt dem Kooperationspartner vorbehalten.