Die Fledermaus

von Johann Strauss
Operette in drei Akten
Libretto von Karl Haffner und Richard Genée
in deutscher Sprache
Wer auf dem Ball des Prinzen Orlofsky wer ist, ist nicht ganz klar. Jede*r ist, was sie*er will, könnte man sagen. Eine ungarische Gräfin zum Beispiel, ein Frosch oder ein französischer Chevalier – der allerdings inständig hofft, keinem Landsmann zu begegnen, weil er die Muttersprache nicht versteht. Chacun à son goût. Wo die Verkleidung aufhört und die Verwechslung anfängt, ist ganz egal. Denn die Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit des Rausches verspricht eine schillernde Existenz jenseits eindeutiger Zuordnung. Da wird die Operette utopisch. Aber sie wäre keine Kunst, wenn sie nicht auch den Vulkan zeigen würde, auf dem sie tanzt.
Philipp Stölzls spektakuläre Inszenierung der Operette aller Operetten verspricht mit Stefano Montanari am Pult gen Spielzeitende nicht nur Champagnerlaune, sondern auch einen rasanten Sommernachtstraum.
Musikalische Leitung Stefano Montanari
Regie & Bühne Philipp Stölzl
Co-Regie & Choreografie Mara Kurotschka
Bühne Conrad Reinhardt
Kostüm Ursula Kudrna
Licht Volker von Schwanenflügel
Chor Manuel Pujol
Dramaturgie Xavier Zuber

Eisenstein Moritz Kallenberg
Rosalinde Clare Tunney
Frank N. N.
Prinz Orlofsky Ida Ränzlöv
Alfred Kai Kluge
Dr. Falke Björn Bürger
Dr. Blind Torsten Hofmann
Adele Josefin Feiler
Frosch N. N.
Mitglieder des Staatsopernchors Stuttgart, Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
Ort
Opernhaus
Dauer
I. und II. Akt: 2 Std.
- Pause: 30 Min -
III. Akt: 45 Min
Uraufführung
1874 in Wien

Premiere dieser Produktion
2010
Altersempfehlung
ab Klasse 8
Ab Mai 2021
„Zu Recht frenetisch gefeiert […].“
Über das Bühnenbild:
„Spektakulär.“
„Satirisch rotierend“ von Hanns-Horst Bauer
Orpheus
05.07.2015
„Ein Meisterwerk der Personenführung, wie es heute nur wenige junge (und alte) Regisseure beherrschen […].“
„Mitten im Lachen entspringt das Weinen“ von Stefan M. Dettlinger
Mannheimer Morgen
06.11.2010
„[Die Co-Regisseurin Mara Kurotschka] hat der neuen Stuttgarter Fledermaus choreografisch ganz schön eingeheizt, hetzt die Sänger […] in Turbogeschwindigkeit über die Bühne, verlangt ihnen die unmöglichsten akrobatischen (haargenau getimten, brillant realisierten) Aktionen auf der ständig in Schieflage befindlichen Bühne ab […]. Ich sah und staunte!“
„Ratten oder Maus, das ist hier die Frage …“ von Horst Koegler
Tanznetz.de
06.11.2010
„Stölzl ist nah am Kern dieser singulären Operette, wenn der rotierende Raum alle durcheinanderwirbelt, die den Schein wahren und den anderen gleichzeitig hintergehen wollen.“
„Die rotierende Fledermaus“ von Joachim Lange
Der Standard (Österreich)
11.11.2010
„Philipp Stölzl, der aus der Popkultur der Video-Clips kommt, hat die Gabe, Menschen für das Musiktheater zu begeistern, die dieses nicht gut kennen.“
„Nacht der Monster“ von Wolfgang Schreiber
Süddeutsche Zeitung
03.11.10