Der Rosenkavalier (konzertant)

von Richard Strauss
Komödie für Musik in drei Aufzügen

Libretto von Hugo von Hofmannsthal
in deutscher Sprache
Feldmarschallin Werdenberg pflegt eine Beziehung zu dem um viele Jahre jüngeren Octavian. Als ihr Vetter Baron Ochs auf Lerchenau diesen als Brautwerber ins Haus des neureichen Herrn von Faninal sendet, verliebt sich Octavian selbst in die Braut Sophie. Der einzig auf den finanziellen Vorteil der Heirat erpichte Baron wird überlistet, die Marschallin leistet Verzicht. Unter der Musikalischen Leitung von Cornelius Meister kommt Richard Strauss’ 1911 uraufgeführte „Komödie für Musik“ über Sehnsüchte, Traumwelten und der Konfrontation des „Ich“ mit der Angst vor dem eigenen Verfall konzertant auf die Stuttgarter Bühne.
Ort
Opernhaus
Dauer
I. Akt: ca. 1 Std. 20 Min.
Pause: ca. 25 Min.
II. Akt: ca. 1 Std. 5 Min.
Pause: ca. 25 Min.
III. Akt: ca. 1 Std. 10 Min.
Uraufführung
1911 in Dresden
Altersempfehlung
ab Klasse 8
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Okt 2021
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
3
16:00
Opernhaus
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
17
17:00
Opernhaus
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
30
17:00
Opernhaus
Besetzung
Nov 2021
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
7
16:00
Opernhaus
Besetzung
Das Stück in Kürze
Feldmarschallin Werdenberg pflegt eine Beziehung zu dem um viele Jahre jüngeren Octavian. Als ihr Vetter Baron Ochs auf Lerchenau diesen als Brautwerber ins Haus des neureichen Herrn von Faninal sendet, verliebt sich Octavian selbst in die Braut Sophie. Der einzig auf den finanziellen Vorteil der Heirat erpichte Baron wird überlistet, die Marschallin leistet Verzicht.
Handlung
Erster Akt
Im Schlafgemach
Feldmarschallin Maria Theresa Fürstin Werdenberg hat die Nacht mit ihrem bedeutend jüngeren Liebhaber Octavian Graf Rofrano verbracht. Langsam wird es Tag und das verliebte Schwärmen der beiden wird jäh unterbrochen durch Stimmen im Vorzimmer. Die Feldmarschallin fürchtet, es sei ihr Mann. Panisch versucht Octavian, sich zu verstecken. Doch an der Stimme erkennt die Feldmarschallin: Es ist ihr ungehobelter und chronisch verschuldeter Vetter Baron Ochs auf Lerchenau. Octavian verkleidet sich als Kammerzofe, genannt „Mariandl“, um sich unauffällig am Personal vorbei aus dem Schlafzimmer zu schleichen. Doch da platzt schon der Baron herein, der die Marschallin um einen Gefallen bitten will: Er braucht einen Brautwerber aus gutem Hause, der der Sitte entsprechend seiner Auserwählten – Sophie von Faninal, Tochter eines gerade erst geadelten Neureichen – als „Rosenkavalier“ seine Aufwartung macht. Ochs prahlt mit seinem unersättlichen erotischen Appetit, bedrängt „Mariandl“ und lässt sie nicht gehen. Die Marschallin schlägt ausgerechnet Octavian als Brautwerber vor. Im Trubel des Morgenempfangs der Marschallin versucht Ochs mit ihrem Notar die Bedingungen eines für ihn günstigen Ehevertrags aufzusetzen und Octavian kann unbemerkt entkommen. Einmal wieder allein, reflektiert die Marschallin über ihre eigene Vergänglichkeit und gibt Octavian, der sie ein letztes Mal besucht, zu verstehen, dass er frei sei, eine jüngere Frau zu lieben.

Zweiter Akt
Im Haus des Herrn von Faninal
Im Hause von Faninal bereitet sich alles auf die Ankunft des Rosenkavaliers vor. Als Octavian der jungen Sophie eine silberne Rose zum Zeichen ihrer Verlobung mit Baron Ochs überreicht, verlieben die beiden sich ineinander.
Die Stimmung schlägt jäh um, als Ochs selbst auftritt. Völlig ungeniert behandelt er Sophie und berührt sie unangenehm, während ihr Vater und das gesamte Hauspersonal den sozialen Aufstieg durch die bevorstehende Heirat feiern und nichts Anstößiges bemerken wollen. Während im Nebenzimmer der Ehevertrag von Sophies Vater unterzeichnet wird, bleiben Octavian und Sophie allein zurück. Sie küssen sich heimlich, werden aber dabei von dem italienischen Intrigantenpärchen Annina und Valzacchi erwischt und verraten. Ochs bekümmert das nicht groß, doch Octavian fordert ihn auf, Sophie freizugeben. Als der Baron darüber nur lacht, verwundet ihn Octavian schließlich leicht mit dem Degen. Die Aufregung ist groß, Octavian wird aus dem Haus gejagt und Herr von Faninal droht Sophie mit dem Kloster, sollte sie sich ihrem Bräutigam verweigern. Annina bringt Ochs einen Brief, in dem ihn „Mariandl“ zu einem Rendezvous einlädt – ein willkommener Trost über seine Verletzung.

Dritter Akt
In einem Wirtshaus
In einem Wirtshaus trifft Ochs sich mit der vermeintlichen Kammerzofe. Während er jedoch von einem erotischen Abenteuer geträumt hat und dies „Mariandl“ auch unmissverständlich mitteilt, bricht nach und nach das Chaos über ihn herein: Annina tritt mit einer Schar Kinder auf und behauptet, es seien seine. Ein Polizeibeamter kommt hinzu und bezichtigt den Baron, ein illegitimes Treffen mit einer unverheirateten jungen Frau eingegangen zu sein. Ochs behauptet, es sei seine Verlobte Sophie von Faninal, mit der er hier speisen wolle, doch genau in dem Augenblick kommt besagte Sophie nebst Vater dazu. Der Skandal ist perfekt und spätestens als die Feldmarschallin hinzukommt und den Baron fortjagt, gilt die Verlobung als nichtig. Schweren Herzens gibt die Marschallin Octavian für Sophie frei.

Probeneinblick mit Cornelius Meister

Mit einem konzertanten „Rosenkavalier“ feiern die Stuttgarter auf der Bühne mit rund 200 Mitwirkenden so eine Art musikalischen „Freedom Day“. Das Publikum ist begeistert.
Südwest Presse
Jürgen Kanold, 5.10.2021
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