1. Sinfoniekonzert II

Cornelius Meister

Brahms-Zyklus Teil II
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
In der Hochzeit des sogenannten Musikstreits zwischen Anhängern der Programmmusik um Liszt und Wagner und Vertretern „absoluter Musik“, zu denen Johannes Brahms gehörte, entstand seine 3. Sinfonie. Ihre Uraufführung polarisierte, doch der Jubel übertönte schließlich alle kritischen Stimmen. Brahms hatte hier ein ideales Maß an Monumentalität und Leichtigkeit gefunden: Zwischen den kolossalen Ecksätzen bilden ein schwereloses Andante und eine Art Valse sentimentale ein zartes Intermezzo.
„Lang und nicht gerade liebenswert“ – das waren die Worte, mit denen Brahms seinen Erstling der Gattung ankündigte. Nach Beethoven als eigenständiger Sinfoniker ernst genommen zu werden, erschien Brahms als nahezu unbezwingbare Hürde. Der sinfonische Übervater hing ihm wie ein Mühlstein um den Hals. Entsprechend zermarternd fiel die Geburt seiner 1. Sinfonie aus. Ganze 14 Jahre gingen dafür ins Land. Karge Themen und eine asketische Ernsthaftigkeit sorgten nicht nur bei Clara Schumann für Irritation. Ihr fehle der „Melodien-Schwung“, vertraute sie ihrem Tagebuch an. Auch wenn Brahms noch deutlich an Beethoven anknüpft, kristallisiert sich gerade in dieser scheinbaren Kargheit die Keimzelle seiner Eigenständigkeit und letztlich auch Modernität heraus.
Brahms-Special
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Nov 2020
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mo
23
Liederhalle (Beethovensaal)
Montag / 8 - 37 €
Besetzung