La traviata

von Giuseppe Verdi
Oper in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Roman La dame aux camélias von Alexandre Dumas dem Jüngeren
in italienischer Sprache
Die Pariser Kurtisane Violetta liebt Alfredo, und Alfredo liebt auch sie. Seine Schwester allerdings soll vielversprechend heiraten. Nur geht das erst, wenn sich Alfredo von Violetta trennt. So gibt die Todkranke auf Drängen des Vaters den Geliebten frei und ihren Traum für das Glück der anderen auf. Ruth Berghaus inszenierte 1993 die legendäre Stuttgarter La traviata zwischen Stilisierung und großem Gefühl. Den Namen der Oper, Die vom Weg Abgekommene, erfindet ihre Hauptfigur angesichts ihres Todes selber. So wird ihr Wunsch, zum Bild zu werden, das Einzige, was von ihr bleibt. In der Titelpartie Elena Tsallagova, Gast an den großen Häusern Europas, neben Pavel Valuzhin aus unserem Ensemble. Die Musikalische Leitung übernimmt der Belcanto-Experte Friedrich Haider.
Ort
Opernhaus
Dauer
I. und II. Akt/1. Bild: 1 Std. 10 Min.
Pause: 30 Min.
II. Akt/2. Bild und III. Akt: ca. 55 Min.
Wiederaufnahme
20. September 2019

Uraufführung
1853 in Venedig
Altersempfehlung
ab Klasse 8
Sep 2019
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Fr
20
19:00 – 21:45
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mo
23
19:00 – 21:45
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mi
25
19:00 – 21:45
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Fr
27
19:00 – 21:45
Besetzung
Okt 2019
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Di
1
19:00 – 21:45
Besetzung
Musikalische Leitung Friedrich Haider
Regie Ruth Berghaus
Bühne Erich Wonder
Kostüme Marie-Luise Strandt
Licht Reinhard Traub
Chor Manuel Pujol
Dramaturgie Antje Kaiser
Violetta Elena Tsallagova
Flora Ida Ränzlöv
Annina Alexandra Urquiola
Alfredo Kai Kluge
Giorgio Germont Luis Cansino
Gastone Elmar Gilbertsson
Douphol Elliott Carlton Hines
Marchese d'Obigny Andrew Bogard
Grenvil Jasper Leever
Giuseppe Rüdiger Knöß
Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Fr
4
19:00 – 21:45
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
6
19:00 – 21:45
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mi
9
19:00 – 21:45
Besetzung
Handlung
Erster Akt

Violetta Valérys Pariser Salon

Violetta Valéry, die begehrteste Kurtisane von Paris, feiert eines ihrer glanzvollen Feste. Sie versucht, die tödliche Schwindsucht, von der sie gezeichnet ist, zu unterdrücken. Gastone, Visconte di Letorieres, stellt ihr einen neuen Verehrer vor: Alfredo Germont. Indem dieser der Aufforderung, einen Trinkspruch zum Besten zu geben, nachkommt, erweckt er Violettas Interesse. Er besingt die Lie­be, sie den Rausch des Lebens.
Als die Gesellschaft den Saal zum Tanz verlässt, bricht Violetta zusammen. Nur Alfredo will sich um die Kranke kümmern.
Violetta schickt alle weg und sieht sich allein im Spiegel. Alfredo überrascht sie dabei. Er gesteht, sie schon lange zu lieben. Da sie frei sein muss, weist Violet­ta Liebe zurück. Sie gibt ihm aber eine Kamelie, die das Wiedersehen für den nächsten Tag verspricht.
Als Violetta, wieder allein, bewusst wird, dass sie sich verliebt hat, versucht sie, ihre Gefühle zu unterdrücken.

Zweiter Akt

Erstes Bild
Violettas Landhaus bei Paris

Aus der Pariser Gesellschaft völlig zurückgezogen, leben Violetta und Alfredo seit drei Monaten zusammen. Violetta war es bisher gelungen, ohne Wissen Alfredos für den Lebensunterhalt beider aufzukommen. Als Alfredo bewusst wird, dass sie bereits ihren ganzen Besitz veräußert hat, wird er aus seinem Traum gerissen. Er eilt nach Paris.
Da Violetta mit ihrer Vergangenheit gebrochen hat, schlägt sie eine Einladung Flora Bervoix' zum Ball aus. Ein Geschäftsmann hat sich angekündigt: Plötzlich steht Giorgio Germont, Alfredos Vater, im Raum. Er verlangt ein Opfer: den unbedingten Verzicht auf Alfredo. Seine Liaison mit der Kurtisane Valéry risse den Sohn aus den Armen des sorgenden Vaters und verhindere die Ehe der Schwester. Er stellt schließlich Violettas Glück gegen das Glück seiner unschul­digen Tochter.
Violetta muss sich der unanfechtbaren Argumentation Germonts geschlagen geben. Nachdem Germont zufrieden gegangen ist, nimmt sie die Einladung Floras doch an und schreibt dem Geliebten einen Abschiedsbrief. Alfredo kehrt zurück, und sie bestätigt dem Ahnungslosen, abschiednehmend, ihre Liebe.
Alfredo wird Violettas Brief überbracht. Er verzweifelt und schwört Rache. Sein Vater kommt zurück und versucht vergeblich, ihn heimzuholen. Alfredo folgt Violettas Spur.

Zweites Bild
Flora Bervoix' Pariser Salon

Flora gibt ein Fest: Kartenspiel und Maskentanz dienen zur Unterhaltung. Es spricht sich schnell herum, dass Violetta von Alfredo getrennt ist. Alfredo kommt allein, Violetta mit Baron Douphol, der von ihr verlangt, Alfredo zu ignorieren.
Im Kartenspiel gewinnt ausschließlich Alfredo. Als alle Gäste in den Speisesaal gegangen sind, warnt Violetta Alfredo vor dem Zorn des Barons und gibt vor, die­sen zu lieben. Alfredo ruft die Ballgesellschaft, um Violetta vor Zeugen bezahlen zu können. Die Gäste, unter ihnen auch Giorgio Germont, sind empört über sein Verhalten; der Baron fordert Alfredo zum Duell. Violetta ist zutiefst gedemütigt.

Dritter Akt

Violettas Schlafzimmer

Violetta liegt im Sterben und wartet auf Alfredo, der inzwischen von seinem Vater über den wahren Sachverhalt aufgeklärt wurde. Violetta weiß, dass jede Rettung zu spät kommt.
Auf der Straße zieht ein Karnevalszug lärmend vorbei.
Als Alfredo kommt, beschließen die beiden, Paris zu verlassen und ein besseres Leben zu beginnen. Auch Giorgio Germont, der seine Schuld erkannt hat, hätte nichts mehr gegen die Verbindung einzuwenden, doch zu spät: Violetta stirbt.
„Die Inszenierung wirkt wie aus einem Guss.“
 
Rezension von Kaspar Sannemann
Oper aktuell
21.02.2015
„In den fast 22 Jahren ihres Bestehens hat diese zeitlos gültige Kultinszenierung […] nichts von ihrer enormen Kraft und Eindringlichkeit verloren. […] [Ruth Berghaus] hat das Werk von jedem unnötigen romantischen Ballast befreit und knallharten Realismus gepaart mit hohen Emotionen und einem gehörigen Schuss Gesellschaftskritik auf die Bühne gebracht.“

„Einsamkeitsstudien mit gesellschaftskritischen Bezügen“ von Ludwig Steinbach
Der Opernfreund
03.02.2015
Über das Bühnenbild von Erich Wonder:
„Immer noch beeindruckend, symbolisch aufgeladen.“
   
„Das Drama erzählt die Musik“ von Dietholf Zerweck
Ludwigsburger Kreiszeitung
28.01.2015