Das Rheingold

von Richard Wagner
Vorabend des Bühnenfestpiels Der Ring des Nibelungen in vier Bildern
Dichtung vom Komponisten
in deutscher Sprache
Wenn am Beginn des Ring des Nibelungen die Fluten des Rheins aus einem einzigen Ton entstehen, klingt es, als folgte die Welt einer unerschütterlichen elementaren Ordnung. Doch bereits nach wenigen Minuten verortet Wagner in ihr einen folgenschweren Sündenfall: die Verfluchung der Liebe und den Raub des Goldes durch Alberich. Auch oberhalb des Wassers erweist sich die Welt nicht als krisenfrei: ein unbezahlbarer Prestigebau, dubiose Verträge, verschuldete Geschäftspartner, Frauen als pfändungsfähiges Eigenkapital – das gesamte mythische Personal, allen voran Göttervater Wotan, steckt in bedenklichen Familien- und Geschäftsbeziehungen. Und jede*r verstrickt sich mit jedem Handlungsschritt und jedem neuen musikalischen Motiv noch tiefer. Als Wagner die Komposition seiner Ring-Tetralogie in Angriff nahm, hatte er nichts weniger im Sinn als eine Kritik der menschlichen Vergesellschaftungsformen. Und er erzählte unter tollkühnem Mythen-Recycling eine weitgespannte Geschichte von Weltentstehung und -untergang, aufzuführen und anzuschauen von den aus ökonomischen Zwängen befreiten Menschen einer späteren Zeit. Ob wir uns als eben jene betrachten dürfen, sei dahingestellt. Die Staatsoper Stuttgart nimmt das Angebot Wagners, auf vielfältige Weise von den Tiefenstrukturen sozialer Beziehungen zu erzählen, auf jeden Fall ein weiteres Mal an. Stephan Kimmig legt in seiner Inszenierung des „Vorabends“ die kolportagehaften und clownesken Züge der Jagd nach dem Ring frei. Im panikgetriebenen Versuch, den eigenen Vorteil zu retten, legen die Gegenspieler*innen einander immer wieder herein und aufs Kreuz – mit fadenscheinigen Tricks und mit schwindelerregenden Volten. Ein gespenstisches Variété, ein Alptraum oder die wirkliche Welt? Wo läge genau der Unterschied? Allerdings könnte die Mahnung der Urmutter Erda, dass der eingeschlagene Weg in die Zerstörung führt, diesmal zum Erwachen aller führen. Dann wäre trotz dieses Anfangs vielleicht gar kein Ende nötig.
Ort
Opernhaus
Uraufführung
1869 in München

Premiere dieser Produktion
21. November 2021

Nov 2021
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
21
18:00
Opernhaus
8-139 €, Vorbestellung aktuell nicht mehr möglich. Weitere Karten zum Vorverkaufsbeginnn erhältlich
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mi
24
19:30
Opernhaus
Vorbestellung aktuell nicht mehr möglich. Weitere Karten zum Vorverkaufsbeginn erhältlich
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
27
19:00
Opernhaus
Vorbestellung aktuell nicht mehr möglich. Weitere Karten zum Vorverkaufsbeginn erhältlich
Besetzung
Dez 2021
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
12
Opernhaus
8-126 €
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Fr
17
Opernhaus
8-126 €
Besetzung
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Regie Stephan Kimmig
Bühne Katja Haß
Kostüme Anja Rabes
Licht Gerrit Jurda
Video Rebecca Riedel
Choreografie Bahar Meric
Dramaturgie Miron Hakenbeck
Wotan Goran Jurić
Donner Paweł Konik
Froh Moritz Kallenberg
Loge Matthias Klink
Alberich Leigh Melrose
Mime Elmar Gilbertsson
Fasolt David Steffens
Fafner Adam Palka
Fricka Rachael Wilson
Freia Esther Dierkes
Erda Stine Marie Fischer
Woglinde
Wellgunde Ida Ränzlöv
Floßhilde Aytaj Shikhalizade
Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
19
Opernhaus
8-139 €
Besetzung