Tristan und Isolde

von Richard Wagner
Handlung in drei Aufzügen
in deutscher Sprache
„Kind, dieser Tristan wird was Furchtbares. Vollständig gute [Aufführungen] müssen die Leute verrückt machen“, mutmaßte Richard Wagner noch während er an seiner „Handlung in drei Aufzügen“ komponierte. Was könnte einen nun verrückter machen? Die fortwährend auf Erlösung abzielende, rastlos-chromatische Musik mit ihrem Versprechen „schauerlicher und süßer Unendlichkeit“ (so Nietzsche)? Oder dass Wagner, inspiriert von buddhistischem Nirwana und Schopenhauers Verneinungsphilosophie, hier die Liebe als Weg der totalen Selbstauslöschung beschwört? Jossi Wieler und Sergio Morabito werfen in ihrer Inszenierung Licht in die mystifizierende Dunkelheit von Tristan und Isoldes (Catherine Naglestad gibt ihr Rollendebüt!) Liebesnacht und lassen die beiden wagemutig den Wahnsinn ihres unmöglichen Verlangens nach Verschmelzung erkunden.
Ort
Opernhaus
Dauer
I. Aufzug: ca. 85 Min.
Pause: ca. 35 Min.
II. Aufzug: ca. 75 Min.
Pause: ca. 35 Min.
III. Aufzug: ca. 75 Min
Wieder im Repertoire
30. April 2020

Uraufführung
1865 in München
Altersempfehlung
ab Klasse 10
Apr 2020
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
Mai 2020
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Regie und Dramaturgie Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne Bert Neumann
Kostüme Nina von Mechow
Licht Lothar Baumgarte
Chor Manuel Pujol
„Die Staatsoper Stuttgart zeigt den Bayreuthern kurz vor Festspielbeginn, wo der Wagner-Hammer hängt.“

„Diese Liebe ist nicht zum Vollzug bestimmt“ von Eleonore Büning
Frankfurter Allgemeine Zeitung
22.07.2014
„Solch einen Tristan, so eine Isolde hat man noch nicht gesehen.“

„Blinde Augen, blöde Herzen“ von Helmut Mauró
Süddeutsche Zeitung
23.07.2014
„Eine ungewöhnliche, eine ganz und gar nicht aktuarische Inszenierung dieser an vordergründiger Handlung so armen Oper.“

„Isolde ist nervös, Tristan arrogant“ von Rainer Zerbst
Bayerischer Rundfunk, BR-Klassik
21.07.2014
„So radikal ist [Richard Wagner] noch nie befragt worden.“

„Auswüchse unfreier Geister“ von Christoph Schmitz
Deutschlandfunk - "Kultur heute"
22.07.2014
„Die enge Beziehung zwischen Bühnenraum und dem Innenleben der Figuren zählt mit der akribisch genauen Personenführung zu den Stärken dieser Inszenierung. Bert Neumanns Räume sind dabei nie statisch, sondern entwickeln sich mit der Handlung weiter.“

„Nicht alles lässt sich hier dechiffrieren, was aber gerade eine Stärke dieser Inszenierung ist. Denn umso stärker wirken ihre Bilder.“

„Wer sich küsst, hat sich schon verloren“ von Frank Armbruster
Stuttgarter Zeitung
22.07.2014
„Grandios Shigeo Ishino, der den großen Auftritt Kurwenals im dritten Aufzug mit Aplomb und blendender Diktion, mit Wachheit im Rhythmischen und weitem Ambitus bewältigt.“

„Ideal und Alltag“ von Peter Hagmann
Neue Zürcher Zeitung
23.07.2014