Die Lange Nacht des Staatsorchesters ist mittlerweile Kult und auch in diesem Jahr, am 30. April, wird wieder durch Museen gewandelt und dabei Musik gelauscht. In Anlehnung an die Uraufführung von Sara Glojnarićs Oper „Station Paradiso“ haben alle Werke einen Bezug zu einem Zuhause. Was es mit dem Programm auf sich hat, erzählt Konzertdramaturgin Claudia Jahn-Schuster.
Ein Abend voller Musik, kombiniert mit Führungen durch das Landesmuseum Württemberg, thematischen Impulsen im Haus der Geschichte Baden-Württemberg und einer spannenden Ausstellung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, erwartet Sie bei der Langen Nacht der Musik von Zuhause am 30. April 2026. Bei diesem Wandelkonzert laden Sie die Mitglieder des Staatsorchester Stuttgart dazu ein, in den drei Stuttgarter Kulturinstitutionen ein facettenreiches Programm aus Kammermusik und Führungen zu erleben, das mit einem Fokus auf die Themen „Migration“ und „Heimat“ an die Opern-Uraufführung Station Paradiso der kroatischen Komponistin Sara Glojnarić anknüpft. Während in der Dürnitz des Landesmuseums Württemberg ein Bläserquintett mitreißende Arrangements aus Südamerika wie z. B. El Condor pasa oder Cafetin de Buenos Aires präsentiert, erklingen die Drei Madrigale für Violine und Viola des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů in der beeindruckenden Instrumentensammlung des Fruchtkastens. Auf dem Weg durch die Ausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg begegnen Ihnen das faszinierende Streichquartett Punctum der US-amerikanischen Komponistin Caroline Shaw, ein Duo für Flöte und Gitarre sowie Solostücke für Violine, die die Geigerin Andrea Reiß aus ihrer Heimat Rumänien mitgebracht hat.
Seien Sie selbst Teil einer Uraufführung! In Mert Moralıs Immobilities für Kontrabassklarinette, Kontrabass und Elektronik reagieren die Musiker*innen auf die Bewegungen des Publikums.
Nach einer Snackpause haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung resistant theatre. siren eun young jung im Württembergischen Kunstverein Stuttgart zu besuchen, bevor Sie dann eine Uraufführung aktiv mitgestalten können: In dem neuen Stück Immobilities für Kontrabassklarinette, Kontrabass und Elektronik des türkischen Komponisten Mert Moralı, ehemaliger Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, reagieren die Musiker direkt auf die Bewegungen des Publikums, das sich durch den Ausstellungsraum im Württembergischen Kunstverein bewegt. Anschließend entführt Sie ein großes Ensemble des Staatsorchesters Stuttgart unter der Leitung des Geigers Sebastian Mare mit einer farbenreichen Crossover-Version von rumänischer Folk Music und georgischen Liedern, gesungen von Natia Wiedmann, nach Osteuropa und in den Kaukasus. Zum Abschluss dieser Reise durch die verschiedenen musikalischen Welten laden wir Sie dazu ein, den Abend mit einem Drink im Württembergischen Kunstverein Stuttgart zu den chilligen Beats von DJ AfroPunk ausklingen zu lassen.
Die Lange Nacht der Musik von Zuhause
Apr 2026
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Do
30
17:45 – 0:30
Diverse Veranstaltungsorte (siehe Programm)