Le nozze di Figaro

ON-DEMAND-STREAM
ab 16. April, 17.00 Uhr, bis zum 30. April, 17.00 Uhr, hier

Susanna und Figaro wollen heiraten, doch Graf Almaviva, der dazu noch beider Dienstherr ist, hat selbst Interesse an Susanna. Diese ist wiederrum der Gräfin freundschaftlich verbunden. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen nun, den Avancen und Eifersuchtsattacken des Grafen zu entgehen und dabei nicht nur die Hochzeit von Susanna und Figaro zu ermöglichen, sondern auch die Liebesbeziehung der Almavivas wiederzubeleben.
Christiane Pohles Inszenierung von Mozarts Meisterwerk und tiefsinniger Opernkomödie geht dem Phänomen der seriell produzierten, stereotypen Lebensentwürfe auf den Grund.

WATCHPARTY
16. April, 19.00 Uhr

Zusammen Oper schauen, chatten und mehr erfahren: Unsere Watchparty ist die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Zuschauer*innen ein Best-of von Le nozze di Figaro zu sehen, sich mit anderen auszutauschen und den Beteiligten der Produktion Fragen zu stellen. Mit dabei: Diana Haller, Michael Nagl und Johannes Lachermeier.

NACHGESPRÄCH
28. April, 20.00 Uhr

Jede*r erlebt eine Vorstellung gewiss auf eigene Weise. Um so spannender kann es sein, mit anderen Zuschauer*innen und mit Beteiligten einer Produktion ins Gespräch zu kommen: Was haben Sie gesehen und gehört, was erlebt und was vermisst? Wir führen das bewährte Format des Nachgesprächs auch digital in Form einer Videokonferenz fort.
Musikalische Leitung Roland Kluttig
Regie Christiane Pohle
Bühne Natascha von Steiger
Kostüme Sara Kittelmann
Video Anna-Sofie Lugmeier
Licht Reinhard Traub
Chor Bernhard Moncado
Dramaturgie Ingo Gerlach

Graf Almaviva Johannes Kammler
Gräfin Almaviva Sarah-Jane Brandon
Susanna Lauryna Bendziunaite
Figaro Michael Nagl
Cherubino Diana Haller
Marcellina Helene Schneiderman
Basilio Heinz Göhrig
Don Curzio Christopher Sokolowski
Bartolo Friedemann Röhlig
Antonio Matthew Anchel
Barbarina Claudia Muschio
Mitglieder des Staatsopernchors Stuttgart,
Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
Ort
Online
Apr 2021
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Fr
16
19.00
Online
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mi
28
20.00
Online
Das Stück in Kürze
Susanna und Figaro wollen heiraten. Das wäre nicht weiter der Rede wert, wenn der Graf Almaviva, von dessen Zustimmung der Ehevollzug der beiden abhängig ist, nicht selbst ein Auge auf Susanna geworfen hätte. Susanna wiederum ist der Gräfin Almaviva sowohl dienstlich als auch freundschaftlich verbunden. Gemeinsam versuchen sie, den Avancen bzw. Eifersuchtsattacken des Grafen zu entgehen und nicht nur die Hochzeit von Susanna und Figaro zu erwirken, sondern auch die Liebesbeziehung der Almavivas wiederzubeleben. Und als wäre das nicht schon Aufgabe genug, durchkreuzt Cherubino zwischen allen Geschlechternormen und Rollenmodellen irrlichternd alles und jeden.
Handlung
Was bisher geschah
Mit Hilfe seines Freundes Figaro hat Graf Almaviva seine Geliebte Rosina aus dem Haus ihres Vormunds Bartolo entführt, der sie gern selbst geheiratet hätte. Bald nach der Hochzeit hat der Graf das Interesse an seiner Gattin
verloren. Figaro, der sein aufregendes aber unsicheres Leben als Barbier von Sevilla zu Gunsten einer Anstellung beim Grafen aufgegeben hat, ist in Susanna verliebt, die Zofe der Gräfin. Sie wollen heiraten. Allerdings hat er sich vor längerer Zeit bei Marcellina, der früheren Haushälterin Bartolos, Geld geliehen und ihr als Pfand ein Eheversprechen gegeben. Der Graf wiederum hat das legendäre „Recht der ersten Nacht“ abgeschafft und sucht nach einer anderen Möglichkeit, Susanna ins Bett zu kriegen.

Erster Akt
Am Morgen der Hochzeit erzählt Susanna Figaro von Zudringlichkeiten Almavivas. Figaro ist erschüttert und sagt ihm den Kampf an. Marcellina besteht darauf, dass Figaro sein Eheversprechen einhalte. Bartolo sagt ihr seine Hilfe zu. Cherubino, Page des Grafen, ist in Aufregung, weil der Graf ihn bei Barbarina, der Tochter des Gärtners, erwischt hat. Er bittet Susanna um Hilfe, die Gräfin als Fürsprecherin zu gewinnen. Vor dem plötzlich eintretenden Grafen kann er sich gerade noch verstecken und wird so Zeuge, wie Almaviva Susanna Geld für eine Liebesnacht verspricht. Als überraschend der Musiklehrer Basilio eintritt, versteckt sich der Graf ebenfalls. Basilio unterstellt der Gräfin eine Liebelei mit Cherubino und weckt so die Eifersucht des Grafen, der aus seinem Versteck tritt. Cherubino wird entdeckt und entgeht der Wut des Grafen lediglich durch den Auftritt Figaros, der auf den Beginn der Hochzeitsfeier drängt. Um ihn endgültig loszuwerden ernennt der Graf Cherubinozum Offizier und verschiebt die Hochzeit.

Zweiter Akt
Die Gräfin trauert um die Liebe des Grafen. Mit Susanna spricht sie über die Zudringlichkeiten ihres Gatten. Figaro schlägt eine Intrige vor: Almaviva soll durch einen anonymen Brief von einem angeblichen Rendezvous der Gräfin mit einem Liebhaber erfahren. Zugleich soll Susanna in das Stelldichein mit dem Grafen einwilligen, zu dem dann Cherubino in Frauenkleidern gehen wird. Als die Gräfin und Susanna mit Cherubino Kleider anprobieren, klopft der Graf an die Tür. Cherubino versteckt sich im Kabinett. Durch den Brief eifersüchtig gemacht, vermutet Almaviva einen Liebhaber hinter der verschlossenen Tür. Almaviva zwingt seine Frau, gemeinsam mit ihm Werkzeug zu holen, um die Tür zu öffnen. Er verschließt den Raum. Cherubino springt aus dem Fenster, Susanna versteckt sich im Kabinett. Aus Angst vor der Brutalität ihres Mannes gesteht die Gräfin, Cherubino halte sich im Kabinett versteckt. Als zur Verwunderung aller Susanna heraustritt, muss Almaviva zugeben, zu weit gegangen zu sein.
Er bittet um Verzeihung. Susanna und die Gräfin gestehen ihrerseits, gemeinsam mit Figaro den Brief verfasst zu haben. Figaros zweiter Versuch, mit der Hochzeit zu beginnen, wird vom Gärtner Antonio unterbrochen, der sich beschwert, jemand sei aus dem Fenster in seine Blumen gesprungen. Figaro behauptet, er selbst sei es gewesen. In die zunehmende Verwirrung platzen Marcellina, Bartolo und Basilio, die Marcellinas Eheansprüche durchsetzen wollen. Eine Gerichtsverhandlung wird angesetzt, die Hochzeit erneut verschoben.

Dritter Akt
Die Gräfin und Susanna modifizieren Figaros Plan: Susanna soll sich mit dem Grafen zu einem Rendezvous verabreden, zu dem dann die als Susanna verkleidete Gräfin erscheinen wird. Durch eine Bemerkung Susannas wird Almaviva jedoch misstrauisch und plant erneut, die Hochzeit zu durchkreuzen; Marcellinas Anliegen soll ihm dabei helfen. Bei der Verhandlung stellt sich jedoch heraus, dass Figaro der entführte uneheliche Sohn von Marcellina und Bartolo ist. Die Gräfin diktiert Susanna einen Brief, der den Grafen zu einem nächtlichen Stelldichein einlädt. Der Brief versiegeln sie mit einer Nadel. Als der Graf entdeckt, dass Cherubino immer noch vor Ort ist, erinnert Barbarina ihn daran, dass er ihr als Lohn für sexuelle Gefälligkeiten die Erfüllung eines Wunsches versprochen habe. Sie bittet, Cherubino heiraten zu dürfen. Erneut drängt Figaro darauf, mit der Feier zu beginnen. Susanna und Figaro, Marcellina und Bartolo feiern Doppelhochzeit. Während des Hochzeitstanzes empfängt der Graf Susannas Brief und sticht sich an der Nadel.

Vierter Akt
Barbarina sucht verzweifelt die Nadel, die sie im Auftrag des Grafen Susanna zurückgeben soll. Als sie Figaro davon erzählt, bricht für ihn die Welt zusammen: Er ist überzeugt, dass Susanna ihn betrügt. Im Dunkel des Gartens gibt die als Gräfin verkleidete Susanna vor, auf einen Lieb haber zu warten. Cherubino wiederum begegnet der als Susanna verkleideten Gräfin und bedrängt sie. Gerade noch kann sie ihn abweisen, als
Almaviva dazukommt und seine verkleidete Gattin verführt. Figaro trifft seinerseits auf die als Gräfin verkleidete Susanna. Er hat sie an ihrer Stimme erkannt, tut aber so, als gestehe er der Gräfin seine Liebe. Susanna ohrfeigt ihn aus Eifersucht. Beide versichern sich ihrer Treue und spielen dem Grafen eine Liebeszene vor. Almaviva ist überzeugt, seine Frau in flagranti erwischt zu haben und ruft Zeugen herbei. Doch das Hinzutreten der wahren Gräfin beendet alle Maskierungen: Der Graf muss seine eigene Schuld und Untreue eingestehen und bittet seine Gattin um Verzeihung.

Audio-Einführung