Die Zauberflöte

von Wolfgang Amadeus Mozart
Große Oper in zwei Aufzügen
Libretto von Emmanuel Schikaneder
in deutscher Sprache

Generation Change? Alle jungen Menschen müssen ja irgendwie ihren Platz im Leben und in der Welt finden. Und dass das nicht immer ganz einfach ist und selten ohne Reibungen abläuft, wissen Kinder wie Eltern gleichermaßen. Mozarts letzte Oper, Die Zauberflöte, ist in der Hinsicht eigentlich die ideale Familiengeschichte: Eine neue Generation macht erste Schritte in einer neuen Welt, doch einfach nachmachen geht nicht. Die Antworten muss die Jugend nämlich selbst finden, die überlebensgroßen, uneindeutigen Elternfiguren dienen kaum als unhinterfragbares Vorbild – die Königin der Nacht: rachsüchtige Furie, oder liebende und besorgte Mutter? Sarastro: die gute, gerechte Autorität, oder ein Frauenfeind und Fortschrittsverhinderer? Erst auf sich alleine gestellt finden Pamina und Tamino, Papageno und Papagena die benötigten Antworten und es lüftet sich wahrscheinlich auch für Eltern wie Kinder im Saal der Schleier vom märchenhaften Mysterien- und Einweihungsspiel: Wo wir nicht von unseren eigenen Erfahrungen ausgehend handeln und urteilen, reproduziert sich nur die Welt, wie sie schon gewesen ist (mit allem Schlechten, was dazugehört). Barrie Koskys legendäre und weitgereiste Zauberflöte, die er für die Komische Oper Berlin mit der britischen Theatertruppe „1927“ entwickelt hat, macht aus Mozarts Oper einen rasanten Spaß in Rückgriff auf Stummfilmzitate und die Ästhetik der Kabaretts der Weimarer Republik. Jetzt auch in Stuttgart mit unserem Ensemble – in einer eigenen, neu erarbeiteten Fassung!
Eine Produktion der Komischen Oper Berlin


Ort
Opernhaus
Dauer
I. Akt: ca.1 h 5 min
Pause: 20-25 min
II. Akt: 1h 10 min

Uraufführung
1791 in Wien

Stuttgarter Premiere dieser Produktion
3. Oktober 2020

Familienvorstellungen
So, 4. Oktober 2020, 12:00 Uhr
So, 8. November 2020, 15:00 Uhr
Sa, 28. November 2020, 15:00 Uhr


Okt 2020
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
3
19:00 – 22:00
Opernhaus
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
4
12:00 – 15:00
Opernhaus
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
4
17:00 – 20:00
Opernhaus
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Mi
28
19:00 – 22:00
Opernhaus
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Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
Nov 2020
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
8
15:00 – 18:00
Opernhaus
- / - / - / - / - / - / - / - / - €
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

So
8
20:00 – 23:00
Opernhaus
- / - / - / - / - / - / - / - / - €
Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
21
19:00 – 22:00
Opernhaus
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Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
28
15:00 – 18:00
Opernhaus
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Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart

Sa
28
20:00 – 23:00
Opernhaus
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Ausverkauft
evtl. Restkarten an der Abendkasse
Besetzung
Musikalische Leitung N.N.
Inszenierung Barrie Kosky, Suzanne Andrade
Szenische Einstudierung Tobias Ribitzki
Animation Paul Barritt
Dramaturgie Ulrich Lenz
Chor Manuel Pujol
Pamina (Sängerin) Josefin Feiler
Pamina (Tänzerin) Martina Borroni
Tamino (Sänger) Kai Kluge
Tamino (Tänzer) Lorenzo Soragni
Papageno (Sänger) Johannes Kammler
Papageno (Tänzer) Michael Fernandez
Königin der Nacht (Sängerin) Beate Ritter
Königin der Nacht (Statistin) Olena Shvab/Franziska Budig
Sarastro (Sänger) David Steffens
Sarastro (Statist) Martin Tyszko
Papagena (Sängerin) Clare Tunney
Papagena (Statistin) Stefanie Bloch
Monostatos (Sänger) Torsten Hofmann
Monostatos (Tänzer) Sebastian Petrascu
Erste Dame (Sängerin) Catriona Smith
Erste Dame (Tänzerin) Miriam Markl
Zweite Dame (Sängerin) Maria Theresa Ullrich
Zweite Dame (Tänzerin) Daura Hernández García
Dritte Dame (Sängerin) Stine Marie Fischer
Dritte Dame (Tänzerin) Alexandra Mahnke
Erster Geharnischter (Sänger) Moritz Kallenberg
Erster Geharnischter (Statist) Martin Tyszko
Zweiter Geharnischter (Sänger) Jasper Leever
Zweiter Geharnischter (Statist) Roland Möll
Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart, Mitglieder des Staatsopernchores
Das Stück in Kürze
Eine Geschichte des Erwachsenwerdens und der Liebe: Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht ihre Tochter Pamina, die von Sarastro in seinem Weisheitstempel festgehalten wird, retten. Unfreiwillig wird der Vogelfänger Papageno mit auf Taminos Reise geschickt, auf der sich die Zuordnungen von Gut und Böse, Licht und Schatten, Weisheit und Unvernunft immer wieder vom Kopf auf die Füße (und wieder zurück) stellen. Nach zahlreichen Prüfungen von Mut und Durchhaltevermögen finden Tamino und Pamina ihren Platz in der Welt – als Erwachsene und als Liebende (und natürlich findet Papageno auch seine Papagena).
Handlung
Erster Aufzug
In einem fernen, dunklen Wald …
Auf der Flucht vor einer gefährlichen Riesenschlange wird Tamino in letzter Minute von den drei Damen der Königin der Nacht gerettet. Als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, erblickt Tamino als erstes Papageno und hält diesen für seinen Retter.

Papageno, ein Vogelfänger auf der Suche nach Liebe, klärt das Missverständnis nicht auf. Die drei Damen kehren zurück und strafen Papageno für seine Lügen mit Stummheit. Sie zeigen Tamino ein Bild von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht, in das sich Tamino augenblicklich verliebt.
Kurz darauf erscheint die Königin der Nacht selbst und berichtet Tamino von der Entführung ihrer Tochter durch Sarastro. Ihrer Aufforderung, Pamina zu befreien, folgt Tamino mit Begeisterung. Die drei Damen geben Papageno seine Stimme zurück und weisen ihn an, Tamino zu begleiten. Zum Schutz gegen Gefahren schenken sie Tamino eine Zauberflöte, Papageno erhält Zauberglöckchen. Drei Knaben, so kündigen die drei Damen an, werden Tamino und Papageno den Weg zu Sarastro weisen.

Pamina wird von Sarastros Sklaven Monostatos bedrängt. Papageno, der auf dem Weg zu Sarastro von Tamino getrennt wurde, erschrickt vor der seltsamen Erscheinung des Monostatos ebenso wie Letzterer vor ihm. Allein mit Pamina, kündigt Papageno die baldige Ankunft ihres Retters Tamino an. Er selbst ist traurig, dass seine Suche nach Liebe bisher erfolglos war. Pamina tröstet ihn.

Die drei Knaben haben Tamino bis an die Tore von Sarastros Reich geleitet. Obwohl ihm der Eintritt vorerst noch verwehrt wird, beginnt Tamino, an den Äußerungen der Königin der Nacht über Sarastro zu zweifeln. Er beginnt, auf seiner Zauberflöte zu spielen, und verzaubert mit der Musik die Natur.

Mittlerweile befindet sich Papageno mit Pamina auf der Flucht, wird jedoch von Monostatos und seinen Helfern gestellt. Papagenos Zauberglöckchen setzen die Verfolger außer Gefecht. Da erscheint Sarastro selbst mit seinem Gefolge. Monostatos führt Tamino herbei. Nur kurz währt die lang ersehnte Begegnung von Tamino und Pamina. Auf Weisung Sarastros müssen sie sich zunächst noch einer Reihe von Prüfungen unterziehen.
Zweiter Aufzug
Die Prüfung des Schweigens
Tamino und Papageno sollen sich in Stillschweigen üben. Durch das Erscheinen der Damen und ihre Warnungen werden die beiden auf eine harte Probe gestellt. Tamino bleibt standhaft, Papageno plappert munter drauf los.
Währenddessen versucht Monostatos erneut, sich der schlafenden Pamina zu nähern. Die Königin der Nacht erscheint und befiehlt ihrer Tochter, Sarastro zu töten. Pamina bleibt verzweifelt zurück. Mit seiner Absage an jegliche Rachegedanken versucht Sarastro, Pamina zu trösten.

Die Prüfung der Versuchung
Tamino und Papageno sollen jeglicher Versuchung widerstehen: keine Gespräche, keine Frauen, kein Essen! Die drei Knaben bringen neben Zauberflöte und Zauberglöckchen auch Speisen, denen Tamino abermals standhaft widersteht. Selbst Pamina gelingt es nicht, Tamino auch nur ein einziges Wort zu entlocken, was sie als Zurückweisung deutet. Traurig beklagt sie das Erkalten von Taminos Liebe zu ihr.

Vor der letzten großen Prüfung werden Pamina und Tamino ein letztes Mal zusammengeführt, um sich Lebewohl zu sagen. Papageno ist zu weiteren Prüfungen nicht mehr zugelassen. Er wünscht sich indes nichts als ein Glas Wein – und träumt von seiner großen Liebe. Pamina hingegen glaubt, Tamino für immer verloren zu haben. In ihrer Verzweiflung will sie ihrem Leben ein Ende setzen, wird daran jedoch von den drei Knaben gehindert, die ihr versichern, dass Tamino sie nach wie vor liebt. Froh und erleichtert folgt Pamina ihrer Einladung, Tamino wiederzusehen. Endlich wiedervereint unterziehen sich Tamino und Pamina gemeinsam der letzten Prüfung.

Die Prüfung des Feuers und des Wassers
Die Musik der Zauberflöte und ihre gemeinsame Liebe lassen Tamino und Pamina die eigene Angst besiegen und die Gefahren des Feuers und des Wassers überwinden. Papageno ist indessen immer noch erfolglos in seiner Suche nach der großen Liebe. Verzweifelt will nun auch er seinem Leben ein Ende setzen, was abermals von den drei Knaben verhindert wird. Papagenos Traum findet endlich seine Erfüllung: Gemeinsam mit seiner Papagena träumt er von reichem Kindersegen.

Währenddessen …
… rüsten sich die Königin der Nacht, die drei Damen und der übergelaufene Monostatos zu einem Anschlag auf Sarastro und seine Anhängerschaft, der jedoch vereitelt wird. Tamino und Pamina sind am Ende ihrer Prüfungen angelangt und können endlich zueinander finden.

Audio-Einführung

Audio-Einführung: Die Zauberflöte
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Trailer

Fotogalerie

"Der Abend ist ein herrliches Spektakel zwischen Stummfilm, Comic und Singspiel."
Stuttgarter Nachrichten
Susanne Benda, 5.10.2020
„Auch die vokale Seite begeistert: Josefin Feiler ist eine stimmschöne Pamina, Mingjie Lei als Tamino, der Papageno von Johannes Kammler und die furiose Spinnenkönigin der Nacht von Beate Ritter sind hervorragend.“
SWR2
Bernd Künzig, 5.10.2020
„Exzellent: die Stuttgarter Crew. Josefin Feiler (Pamina) bezaubert mit allerliebsten Kantilenen, Beate Ritter (Königin der Nacht) mit müheloser Höhenakrobatik. Mingjie Lei (Tamino) punktet mit Schmelz, Johannes Kammler (Papageno) mit Temperament.“
Südwest Presse
Otto Paul Burkhardt, 5.10.2020
„Denn diese „Zauberflöte“ ist ein Gesamtkunstwerk aus Video-Animation, Stummfilmästhetik und musikalisch-theatralischer Reise durch Fantasiewelten.“
Ludwigsburger Kreiszeitung
Dietholf Zerweck, 6.10.2020
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