Der Rosen­kavalier

von Richard Strauss
Komödie für Musik in drei Aufzügen
Libretto von Hugo von Hofmannstal
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Nachdem Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss mit ihrer ersten Zusammenarbeit Elektra ein in mehrfacher Hinsicht starkes Stück auf die Bühne gebrettert hatten, legten sie 1911 mit dem Rosenkavalier nach. Da klingt es zwar nicht mehr archaisch schroff, sondern es federt walzerweich, doch ein starkes Stück ist es trotzdem, wenn der überreiche Herr von Faninal seine einzige Tochter Sophie dem liederlichen Landadeligen Baron Ochs auf Lerchenau, einem groben Lackel und praktizierenden Donjuanisten, als Braut, nun, verkauft – nein: verschachert; vielleicht am ehesten: zuführt. Faninal weiß genau, dass man sich für Geld zwar alles kaufen kann. Aber wenn man wirklich dazugehören will in der späten Blüte des theresianischen Wiens (wie auch dem des Fin de Siècles – und vermutlich auch dem gegenwärtigen), braucht man eine, wenn schon nicht lupenreine, dann doch zumindest möglichst lange Ahnenreihe. Herkunft ist Zukunft.
Was der alte Ochs auf Lerchenau an Herkunft mit sich herumträgt, hat der junge Graf Octavian Rofrano mindestens. Darüber hinaus sieht er blendend aus und ist zudem ein feiner Kerl. So fein und so vollkommen und vor allem so vollkommen anders als alles, was sie umgibt, dass Sophie, als er ihr eine Rose aus Silber überreicht, gleich sterben möchte. „Wo war ich schon einmal und war so selig?“, fragt sie sich und weiß: „Dahin muss ich zurück!“ Und da das mit dem Zurückkehren ja immer so eine Sache ist, zumal, wenn es sich um die Vergangenheit handelt, ahnt sie: „Und wär’s mein Tod.“ So schön, wie es hätte sein können, wird es nie wieder. In ihrer zweiten Zusammenarbeit spüren Axel Ranisch und Nicholas Carter dem feinziselierten Ästhetizismus der Rosenkavalier-Partitur nach und inszenieren die vermutlich melancholischste Komödie aller Zeiten als eiskaltes Märchen.
Ort
Opernhaus
Uraufführung
1911 in Dresden

Premiere dieser Produktion
6. Mai 2027
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.


Der Vorverkauf für alle veröffentlichten Vorstellungen der Saison 2026/27 startet am 13. Juli 2026 um 10 Uhr. Karten sind ab diesem Zeitpunkt online, an der Tageskasse sowie telefonisch unter +49 711 20 20 90 erhältlich.




Mai 2027
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
Musikalische Leitung Nicholas Carter
Regie Axel Ranisch
Bühne Saskia Wunsch
Kostüme Bettina Werner
Video Philipp Contag-Lada
Licht Valentin Däumler
Dramaturgie Ingo Gerlach
Feldmarschallin Simone Schneider
Baron Ochs auf Lerchenau David Steffens
Octavian Ida Ränzlöv
Herr von Faninal Paweł Konik
Sophie Claudia Muschio
Jungfer Marianne Leitmetzerin Catriona Smith
Valzacchi Torsten Hofmann
Annina Maria Theresa Ullrich
Ein Polizeikommissar Franz Hawlata
Ein Notar Jaewoung Lee
Ein Wirt Liam Forrest
Ein Sänger Charles Sy
Staatsorchester Stuttgart, Staatsopernchor Stuttgart, Kinderchor der Staatsoper Stuttgart
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung
Jun 2027
https://www.staatsoperstuttgart.de Staatsoper Stuttgart Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart

Besetzung