4. Sinfonie­konzert

Werke von György Kurtág, Annesley Black und Hector Berlioz
György Kurtág … quasi una fantasia …, op. 27
Annesley Black (Composer in Focus) A sound, a narrow, a channel, an inlet, the straits, the barrens, the stretch of a neck (Uraufführung)
Hector Berlioz Symphonie fantastique, op. 14

Der Beethovensaal der Liederhalle wird in dem neuen Werk der kanadischen Komponistin Annesley Black zum zentralen Bestandteil der Komposition. Sowohl die Musiker*innen als auch das Publikum werden mit den räumlichen Gegebenheiten des Saals in Beziehung gesetzt. Dabei entsteht durch unterschiedliche Platzierungen der Musiker*innen im Raum und ihre Bewegung ein außergewöhnliches Konzerterlebnis. Auch der ungarische Komponist György Kurtág experimentierte in seinem Stück …quasi una fantasia… mit verschiedenen Raumpositionen. Mit dem Titel verweist er auf die Klaviersonaten op. 27 von Ludwig van Beethoven, die Bezeichnung des 2. Satzes hingegen, Wie ein Traumeswirren, geht auf Robert Schumann zurück. Von Traumwelten erzählt auch die Symphonie fantastique, in der Hector Berlioz seine unerwiderte Liebe zur irischen Schauspielerin Harriet Smithson verarbeitete. Während das lyrische Ich jedoch von seiner eigenen Hinrichtung träumt und die Geliebte im letzten Satz als Hexe erscheint, ging Berlioz‘ eigene Liebesgeschichte besser aus: Fasziniert von dieser Sinfonie erklärte sich Smithson bereit, Berlioz’ Bekanntschaft zu machen, woraufhin sie ein Jahr später heirateten.
Klavier Elisabeth Brauß
Musikalische Leitung Pablo González
Staatsorchester Stuttgart

45 Minuten vor Beginn findet eine Einführung im Silchersaal statt.

Erst Workshop, dann Konzert: Nach einer
spielerischen und musikalischen Einführung
erleben Kinder zwischen 4 und 10 Jahren
den zweiten Teil des Sinfoniekonzerts.

Kompositionsauftrag der EZM-Orchesterförderung von
Das Podium Gegenwart des Deutschen Musikrates fördert die Entstehung, experimentelle Weiterentwicklung und Verbreitung neuer musikalischer Ausdrucksformen. Ziel ist es, die Akteur*innen der Szene in ihrem Wirken zu fördern und zu vernetzen sowie die Musik unserer Zeit zu dokumentieren und zu vermitteln. Podium Gegenwart unterstützt vor allem junge Spitzenkräfte in den Bereichen Komposition und Interpretation, unter anderem mit der CD-Reihe Edition Zeitgenössische Musik (EZM), der Interpret*innenförderung InSzene und dem European Workshop for Contemporary Music (EWCM). Podium Gegenwart erhält seine Grundfinanzierung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Projekte werden regelmäßig gefördert von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), vom Goethe-Institut und der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

Drei dringende Fragen an Annesley Black

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